Weniger Präparation
Normgerechte Zugproben, Dreh- und Fräsaufwand entfallen bei lokalen Aufgaben häufig aus dem eigentlichen Prüfpfad.
Anwendung
Kostenvergleich
Der Kostenabstand entsteht nicht nur am Prüfgerät. Entscheidend sind Probenherstellung, Werkstattzeit, Personalaufwand und die Frage, ob für eine lokale Aufgabe wirklich der vollständige Zugprobenpfad aufgebaut werden muss.
Normgerechte Zugproben, Dreh- und Fräsaufwand entfallen bei lokalen Aufgaben häufig aus dem eigentlichen Prüfpfad.
Werkstatt- und Prüfzeit bleiben kompakter, wenn Kennwerte direkt am Bauteil oder an kleinen Probenflächen entstehen.
Im gezeigten Vergleich sinkt der Aufwand von rund 32,70 € auf rund 6,78 € je Spannungs-Dehnungs-Kurve.
Der wirtschaftliche Abstand wächst mit Prüfanzahl, Variantenvergleich und wiederkehrenden Screening- oder QS-Routinen.
Kostenbild
Die Zahlen folgen der Originallogik der Imprintec-Seite: Investition, Probenherstellung, Personal und Gesamtkosten werden auf denselben Output bezogen. So wird der Unterschied wirtschaftlich belastbar und werkstoffprüferisch fair lesbar.
1,35 Mio. €
1.700.625 € für den Zugversuch gegenüber 352.750 € für i3D® bei identischem Datenvolumen.
6,78 €
Im Vergleichsfall gegenüber 32,70 € je Spannungs-Dehnungs-Kurve beim klassischen Zugversuch.
18.750 €
Für i3D® statt 240.625 € bei Zugprobe plus Werkstattpfad.
100.000 €
Ohne zusätzliche CNC-Fräse oder Drehbank für die Zugprobenherstellung.
Der direkte Unterschied entsteht nicht am Prüfgerät selbst, sondern an der zusätzlichen Infrastruktur für Zugproben und deren Herstellung.
| Komponente | i3D®-Verfahren | Zugversuch |
|---|---|---|
| Prüfgerät | 100.000 € | 100.000 € |
| CNC-Fräse/Drehbank | – | 60.000 € |
| Summe | 100.000 € | 160.000 € |
Bei lokalen Aufgaben sitzt der Kostentreiber häufig in der Probe selbst. Drehen, Fräsen und zusätzlicher QS-Aufwand machen den klassischen Pfad deutlich teurer.
| Posten | i3D®-Verfahren | Zugversuch |
|---|---|---|
| Rohmaterial | 1–2 € | 2–3 € |
| Drehen/Fräsen | – | 10–20 € |
| Schleifen der Prüfoberfläche | ca. 1,50 € | – |
| Qualitätskontrolle | automatisch integriert im Prüfablauf mit i3D® | 2–5 € |
| Logistik & Handling | ca. 1 € | 1–3 € |
| Gesamtkosten je Einheit | ca. 3,50–4,50 € | 15–30 € |
Das Beispiel rechnet mit 50 Wochen pro Jahr. Werkstatt- und Prüfzeit treiben den klassischen Zugpfad hier deutlich nach oben.
| Rolle | i3D® | Zugversuch |
|---|---|---|
| Prüfpersonal | 3 Std/Woche | 17,5 Std/Woche |
| Werkstattpersonal | – | 17,5 Std/Woche |
| Jahreskosten (50 Wochen) | 3.750 € | 48.125 € |
| 5-Jahreskosten | 18.750 € | 240.625 € |
Auf Summenebene wird der wirtschaftliche Hebel klar: Investition, Probenherstellung und Personal treiben den Unterschied systematisch, nicht zufällig.
| Kostenblock | i3D®-Verfahren | Zugversuch |
|---|---|---|
| Investitionskosten | 100.000 € | 160.000 € |
| Probenherstellung | 234.000 € | 1.300.000 € |
| Personalaufwand | 18.750 € | 240.625 € |
| Gesamtkosten | 352.750 € | 1.700.625 € |
Auf die einzelne verwertbare Spannungs-Dehnungskurve heruntergebrochen wird der Unterschied unmittelbar greifbar. Genau diese Sicht ist für interne Wirtschaftlichkeitsentscheidungen oft die nützlichste.
| Verfahren | Kosten je Spannungs-Dehnungskurve |
|---|---|
| i3D® | ca. 6,78 € |
| Zugversuch | ca. 32,70 € |
Der Vergleich bewertet nicht, ob der Zugversuch als Referenzmethode technisch richtig ist. Er zeigt, wie stark der Aufwand steigt, wenn für lokale Aufgaben trotzdem der vollständige klassische Prüfpfad aufgebaut werden muss.
Genau darin liegt die wirtschaftliche Relevanz: i3D® ist stark, wenn lokale Dehngrenze Rᶦₚ₀,₂, Zugfestigkeit Rᶦₘ und Spannungs-Dehnungs-Kurven gebraucht werden, ohne für jede Fragestellung Zugprobe, Zerspanung und volle Prüfketten zu erzeugen.
Der Kostentreiber liegt nicht nur in der Prüfmaschine. Entscheidend sind vor allem Probenherstellung, Werkstattzeit, zusätzliche Infrastruktur und der personelle Aufwand entlang der gesamten Zugprobenkette.
Gerade bei wiederkehrenden Serien, Screening-Aufgaben oder vielen Varianten wird dieser Umweg schnell teurer als die eigentliche technische Fragestellung es verlangt.
i3D® verschiebt die Werkstoffprüfung näher an Bauteil, Zone und reale Fragestellung. Damit verkürzt sich der gesamte Weg vom Bauteil zur verwertbaren mechanischen Aussage.
Werkstoffprüferisch bleibt dabei wichtig: Der Vorteil kommt nicht aus einer Härteumrechnung, sondern aus der lokalen i3D®-Methodik mit ableitbaren Kennwerten und Spannungs-Dehnungskurven bei geringerem Prozessaufwand.
Für normgerechte Referenzzugproben, Bruchdehnung, etablierte Maschinenpfade und klassische Nachweisführung bleibt der Zugversuch der richtige Weg.
Die Kostenseite beantwortet deshalb nicht die Normfrage, sondern die Auswahlfrage: Wann ist der vollständige Zugprobenpfad technisch nötig und wann ist eine lokale Prüfstrategie wirtschaftlich die bessere Route?
Ansprechpartner
Wenn Serienvolumen, Variantenvergleich oder lokale Bauteilzonen wirtschaftlich bewertet werden sollen, lohnt sich eine direkte Einordnung zwischen Zugversuchspfad und lokaler Prüfstrategie.