Eindruckverfahren

Festigkeitswerte aus Härteeindrücken

Grundidee

Die Grundidee des Eindruckverfahrens ist es, Werkstoffeigenschaften durch den Abgleich von FEM Simulationen an reale Messdaten zu erhalten. Der Vorteil ist, dass bei FEM Simulation Ein- und Ausgangsdaten bekannt sind. Stimmen Simulation und Experiment überein, können die Werkstoffeigenschaften aus der Simulation entnommen werden.

Ablauf des Prüfverfahrens

  • Härteeindruck wird kraftgesteuert in eine Probe gesetzt und im Anschluss dreidimensional vermessen.
  • FEM Simulationen mit den gleichen Randbedingungen (Kraft, Aufbringdauer, Prüfkörper) werden solange variiert, bis die Geometrie der Simulation mit der Geometrie der 3D-Vermessung übereinstimmt.
  • Das Verfahren konvergiert, wenn eine ausreichende Übereinstimmung zwischen Simulation und Experiment erreicht ist.
  • Die Werkstoffkennwerte werden aus der Simulation entnommen, welche mit dem Experiment übereinstimmt.

Sie möchten mehr über das Eindruckverfahren wissen?

Sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne.

Einsatzgebiete

Durch den Einsatz des Eindruckverfahrens in der Industrie und Forschung ergeben sich neue Anwendungsfelder der mechanischen Werkstoffprüfung. Basierend auf einem Härteeindruck können mithilfe des Eindruckverfahrens die lokale Rp0,2 – Dehngrenze und die Zugfestigkeit Rm bestimmt werden.

Oberflächenhärtung

Die durch das Oberflächenhärten eingestellten Festigkeitswerte werden oft durch die Härteprüfung kontrolliert. Aussagen über die Rp0,2- Dehngrenze, das Verfestigungsverhalten und die Duktilität fehlen oft an diesen Stellen. Wir liefern Ihnen diese Kennwerte.

Schweißverbindungen

Weiterhin bestimmen wir auch die lokalen Eigenschaften von Schweißverbindungen. Je nach Behandlung schwanken die Eigenschaften in den unterschiedlichen Wärmeeinflusszonen. Eine genaue Beurteilung der mechanischen Eigenschaften ist durch das Eindruckverfahren möglich.

Zugprüfung nicht möglich

Ist eine Zugprüfung nicht möglich? Ist das zu untersuchende Bauteil zu klein? Nutzen Sie das Eindruckverfahren zur Bestimmung der Festigkeiten.

Fließkurven für Bauteilsimulationen

Prüfen Sie die lokalen Festigkeitswerte an Bauteilen, welche Sie zum Beispiel für Simulationen zur Optimierung nutzen können.

Lokale Eigenschaften

Prüfen Sie punktgenaue Festigkeitswerte in Verläufen. Analog zu einer Härteverlaufsprüfung erhalten Sie mehr Kennwerte und steigern die Aussagekraft der Untersuchung.

Anisotropie

Liegt bei Ihren Bauteilen eine starke Anisotropie vor? Wir beurteilen Ihre Proben oder Bauteile anhand definierter Kriterien.
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