Übergreifende
Qualitätssicherung.
Qualitätsprüfung in Produktion, Wareneingang und nach der Wärmebehandlung mit nur einem Werkzeug.
Herausforderung.
Mechanische Qualitätssicherungsverfahren wie z.B. der Zugversuch eignen sich aufgrund der Probenvorbereitung, der zerstörenden Prüfung und des hohen Zeit- und Kostenaufwandes nicht für eine schnelle Prüfung in der Produktion / im Wareneingang / in der Endkontrolle / oder nach der Wärmebehandlung. Die Härteprüfung z.B. nach Brinell, Vickers oder Rockwell wird häufig eingesetzt, liefert jedoch häufig nicht die gewünschten Ergebnisse, wie z.B. Dehn- oder Streckgrenze des Materials oder die Duktilität des Werkstoffs. Auch kann die Umwertung nach DIN EN ISO 18265 nur für bestimmte Werkstoffe, wie z.B. Vergütungsstähle, genutzt werden.
Vorgehen.
In den entsprechenden Fachabteilungen können mit dem Eindruckverfahren schnelle Überprüfungen der Bauteilqualität erfolgen. Hierzu kann das Verfahren nach DIN SPEC 4864 flexibel und durchgehend vom Wareneingang über die Produktion bis zur Endkontrolle eingesetzt werden. Die prozessnahe oder prozessintegrierte Prüfung kann in Ihrem Unternehmen implementiert werden. Hierzu stehen wir Ihnen für entsprechende Qualifizierungsprojekte gerne zur Verfügung.
Ergebnisse.
Mit dem Eindruckverfahren werden Messergebnisse zu mechanischen Eigenschaften des Prüfkörpers erzeugt. Diese Ergebnisse und die Aussagekraft sind vergleichbar zu den Ergebnissen des Zugversuchs. Die erzielte Genauigkeit hängt von Faktoren wie der Prüflast, dem Prüfkörper und der untersuchten Werkstoffklasse ab. Der Nutzer erhält neben der Fließkurve / Spannungs-Dehnungskurve, die Dehngrenze, Zugfestigkeit und Duktilität / Gleichmaßdehnung, sowie qualitativ die Anisotropie des Werkstoffs. Die erzielte Genauigkeit kann im Anschluss durch den Nutzer zusätzlich erhöht werden. Hierzu steht ein Kalibrierungstool zur Verfügung. Die tatsächliche Unebenheit der untersuchten Probe sowie die erfolgte Präparation wird in dem Verfahren ebenfalls dokumentiert.
Fazit.
Je nach konkretem Anwendungsfall lassen sich die folgenden Nutzen in der Qualitätssicherung erzielen:
- Wareneingang: Präzise Bestimmung der Werkstoffeigenschaften und Abgleich zu Prüfzeugnissen auch in Bezug auf die Dehngrenzen. Es werden Folgekosten durch aufwendige Weiterverarbeitung, z.B. zu lange Zerspandauer, vermieden.
- In allen Bereichen der QS lassen sich durch die genauere und deutlich schnellere Bestimmung der Werkstoffkennwerte höhere Sicherheiten in der Weiterverarbeitung und im Prozess erzielen.
- Die Vermeidung von Ausschuss kann z.B. durch die frühzeitige und schnelle Prüfung im oder nach dem Prozess vermieden werden.
Unsere Produkte.
Unsere Prüfmaschinen bieten die Messung von Dehngrenze / Zugfestigkeit / Duktilität sowie der Fließkurve – auf Wunsch mit konventioneller Härteprüfung.